6 Tage Steiermark – Das Grüne Herz Österreichs

img0002Von den Felswänden des Dachsteins bis zur Südsteirischen Weinstrasse, von den Waldbergen des Mariazeller Landes bis zu den österreichischen Thermen, von den weißen Pferden im weststeirischen Piber bis zu den wehrhaften Burgen und freundlichen Schlössern des Südostens: Die Steiermark ist ein Land voll zauberhafter Vielfalt und erstaunlicher Gegensätze, eine uralte Kulturlandschaft am Schnittpunkt von Ost und West, erfüllt von Traditionen die nicht selten Jahrtausende zurückreichen. Grüne Stille soweit das Auge reicht. Genuss fürs Auge und Erholung für die Seele, die Roigheimer Albvereinler genossen dies in vollen Zügen bei ihrer Reise ins grüne Herz Österreichs nach Graz.

img0869Obwohl die zweitgrößte Stadt Österreichs, ist das ein wenig abseits im Südosten der Alpenrepublik gelegene Graz eher noch ein Geheimtipp unter Touristen. Dabei übt die Steirische Hauptstadt mit ihrer bestens erhaltenen Altstadt, ihrem mediterranen Flair und ihrer modernen Architektur einen besonderen Reiz aus. In traditionellen Gasthäusern wie alternativen Szenetreffs fühlen sich Grazer und Besucher wohl und können sich davon überzeugen, welche gelungene Symbiose Geschichte und Avantgarde hier eingegangen sind. Graz ist eine Stadt mit vielen Gesichtern und einer langen und wechselvollen Geschichte, die von der kleinen Siedlung am Fuße des Schlossberges über die Kaiserresidenz zur Kulturhauptstadt Europas geführt hat.

img0114Eingebettet in die idyllische Hügellandschaft der Weststeiermark liegt der kleine Ort Piber. Das herrliche Klima und die ideale Bodenbeschaffenheit bieten die perfekte Umgebung für die Aufzucht von Pferden. Hier ist die Heimat und Zuchtstätte der edlen Lippizanerpferde. Das Wissen um die Aufzucht und das Gefühl für die Lippizaner ist darauf ausgerichtet, Pferde mit jenen Leistungen zu züchten, die sie besonders durch die spanische Hofreitschule weltberühmt gemacht haben.

img0160Eine Kirche muss schön sein, man muss sich in ihr geborgen fühlen und es soll in ihr eine Atmosphäre herrschen, in der man eine Brücke zur Natur, zur Schöpfung und zu Gott findet, so Friedensreich Hundertwasser zu seiner Gestaltung der Kirche in Bärnbach. Die St. Barbara-Kirche ist ein buntes, fröhliches, lebensbejahendes Gotteshaus. Der Turm, das Dach, die Fassaden, die goldenen Zwiebeln und die goldenen Kugeln präsentieren sich vielfältig und reich an Formen. Umgeben ist das Gebäude von 12 Toren der großen Religionen und Kulturen, die Symbole bedürfen einer Deutung.

Die Riegersburg steht als eindrucksvolles Wahrzeichen der Oststeiermark auf einem 482m hohen Vulkanberg mit steilen Abbrüchen. Der schwarze, mit Auswaschungen übersäte Basalttufffelsen beeindruckt bei der Auffahrt und versetzt den Besucher in eine andere Welt. Die Anlage umfasst 15 Hektar, besteht aus elf Basteien, fünf Torgebäuden und ungefähr drei Kilometer Wehrmauern. Die Burg selbst birgt 108 Räume.

Entlang der Klöcher Weinstraße geht es nach Bad Gleichenberg und das zur slowenischen Grenze gelegene Bad Radkersburg. Durch stille Dörfer und lauschige Wälder, vorbei an alten stilvollen Gehöften schlängelt sich die Apfelstraße. Ein einladendes, liebenswertes Paradies inmitten des oststeirischen Hügellandes, ein üppiger Obstgarten so weit das Auge reicht. Den Abschluss unserer Rundreise war eine Fahrt auf die Teichalm – Sommeralm mit dem 1548m hohen Osser. Ihre ausgedehnten Almen bilden das größte Almengebiet Mitteleuropas mit ausgezeichneten Wandermöglichkeiten im Sommer und mit guten Langlaufloipen und Skiliften im Winter.

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Es hat sich gelohnt, diese abwechslungsreiche Landschaft zu bereisen und mit eigenen Augen seine großartigen Schönheiten zu bewundern. Und schon wurden neue Pläne geschmiedet: Vom 20. – 25. Mai 2006 geht es nach Bautzen. Von dort aus geht es ins Zittauer Gebirge, nach Görlitz und Zittau, Dresden und durch das „Land des Klosterwassers.“

Weiter Bilder gibt es in der Bildergalerie.

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