Hauslager 2014

Im Jahre 1431 versammelten sich die Heere der deutschen Reichsritter an der böhmischen Grenze. Unter der Führung des mächtigen Kardinals Cesarini, ein Abkömmling von Julius Cäsars, wollen sie die abtrünnigen Anhänger des Predigers Jan Hus vernichtend schlagen. Doch im Schatten des Krieges wird eine uralte Prophezeiung entsetzliche Wirklichkeit. Ein Untier, das seit unvorstellbar langer Zeiten in die Erde gebannt ist, wird durch Krieg und Mord wieder ins Leben gerufen. Jeder Frevel, jedes Unrecht, jeder Tropfen Blut macht ihn wieder lebendig – den Drachen. Es gibt nur zwei die seinen todbringenden Siegeszug noch aufhalten können. Eine junge Adelige, die bereit ist ihr Leben zu opfern um damit tausende vor der sicheren Vernichtung zu retten und ein Ritter, der seine Liebe aufs Spiel setzt um gegen das Ungeheuer anzutreten.

Hauslager2014_257Der Drachenstich kann alljährlich in Furth im Wald bestaunt werden. In diesem Jahr wurden dort die Teilnehmer des Hauslagers der Schwäbischen Albvereinsjugend um Sylvia Schenk begrüßt. Aus der ersten Reihe konnten wir das Schauspiel um den Drachen Fanny bestaunen. Fanny auch Tradinno genannt, ist ein 15,5m langer, 3,8, breiter, 4,5m hoher und 11 Tonnen schwerer Laufroboter. Gesteuert durch Fernbedienungen kann er laufen, den Schwanz bewegen, die Flügel bis 12m Spannweite spreizen, seinen Kopf bewegen und Feuer und Rauch spucken. Im letzten Jahr hatten wir ihn in seiner Drachenhöhle angeschaut, doch noch viel beeindruckender war es ihn bei diesem Spektakel live zu erleben.

Hauslager2014_092Aber alles der Reihe nach. Am Sonntag,den 10. August haben sich 14 aufgemacht um das Ferienhaus Eggersberg im Bayrischen Wald für eine Woche zu beziehen. Nach der Fahrt über Kloster Weltenburg wurden wir, wie schon im letzten Jahr, von einem liebevoll eingerichteten Haus empfangen. Viel geändert hat sich im komplett neu gestalteten Außenbereich. Beach-Volleyballfeld, Tischtennisplatte, Trampolin und Feuerstelle wurden von uns rege genutzt. Am Montag wurde überraschend ein Brief für die Albvereinsjugend abgegeben. Ganz in der Nähe soll es vor vielen Jahren einen mysteriöser Zwischenfall gegeben haben. Im Brief wurden wir gebeten den Fall aufzuklären. Und so suchten wir nach Hinweisen, entschlüsselten Botschaften und knackten die schwierigsten Rätsel. Bei einer Nachtwanderung fanden wir schließlich eine Box die die ganzen Wahrheit über die Herkunft des Drachens enthüllte. Am Dienstag stand die Besichtigung des historischen Besucherbergwerkes im Silberberg auf dem Programm. Mit dem Sessellift ging es den Berg hoch, oben erwartete uns eine herrliche Aussicht über Bodenmais. Mit Helm und Kittel ausgerüstet ging es los. Mit dem Bergmannsgruß „Glück auf“ wurden wir begrüßt. Hauslager2014_203_oAVorbei an der Bergschmiede, konnten wir einen Kompressor, Förderschächte und Bohrhammer in Betrieb erleben. Den Berg hinunter ging es dann wahlweise zu Fuß oder mit dem Rodel. Der Abend klang dann am Lagerfeuer aus. Für den Mittwoch hatten wir Karten für die Drachenstich Festspiele. Beeindruckt aber leider auch durchnässt freuten sich anschließend alle auf eine heiße Dusche. Den Donnerstag verbrachten wir im Bayern-Park. Lieblingsattraktion war die Katapult-Achterbahn „Freischütz“. Ohne Loopings aber durch rasante Kurven sausten wir am Freitag in St. Engelmar den Berg im Sommerrodel hinunter danach versuchten wir noch im Schwimmbad in Deggendorf etwas zu entspannen, bevor dann zum letzten mal in diesem Jahr der Ruf „Abendessen“ durchs Gelände schallte. Aus allen Ecken kamen sie zum traditionellen Pizza-essen. Danach noch eine Weile ans Lagerfeuer, ein kleines Andenken basteln und dann hat der eine oder andere auch schon angefangen die Koffer zu packen, denn am nächsten Morgen mussten wir schon früh das Haus verlassen. Wir möchten uns bei allen bedanken die dazu beigetragen haben, dass wir so eine schöne Woche im Bayrischen Wald verbringen konnten.

GruppenbildNoch mehr Bilder gibt es hier zu sehen.

Ein Gedanke zu „Hauslager 2014

  1. Lieber Jochen,
    toller Bericht und klasse Bilder.
    Ich glaube da hätte es mir auch gefallen.
    Ich habe nicht angerufen, weil ich Dich in Deiner letzten
    Urlaubswoche in Ruhe lassen wollte.
    Grüß ans Haus, Hansl

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