Riesengebirge – Heimat des Rübezahls wo die Elbe entspringt

Die raue Landschaft des Riesengebirges ist die Heimat des Berggeistes Rübezahl und wenn er durch die Täler und über die Höhen wandert, ist man immer einer Begegnung gewahr. Bis heute hat sich diese ursprüngliche Welt erhalten – weite Naturschutzgebiete und ein Biosphärenreservat garantieren für deren Bestand und erschließen den Besuchern eine einzigartige Natur in der Mitte Europas, im Grenzgebiet zwischen Polen und Tschechien. Obwohl der Name Riesengebirge weder mit der früheren Anwesenheit von Riesen, noch mit seiner Größe – die mit 37km Länge und 24km Breite eher bescheiden ausfällt –verbunden werden kann, hat es dieser markante Granitstock, dem Gneis, Basalte und Glimmerschiefer sowie hie und da auch Sandstein eingeprenkelt sind, in sich. Von der Höhe her ein Mittelgebirge, ist sein Charakter eher alpin. Kahle und bewaldete Berge, dazwischen weite Täler mit plätschernden Bächen, gischtschäumenden Wasserfällen und schroffen Felsen. Wind und Regen haben sie in Jahrtausenden zu teils merkwürdigen Gebilden geformt. Diese Landschaft zu entdecken, hatte sich die Reisegruppe des Roigheimer Albvereins in diesem Jahr vorgenommen. Unser Quartierort Spindlermühle, der wohl bekannteste und meistbesuchte Ferienort im böhmischen Riesengebirge, durch dessen Ortskern die schmale und flache Elbe als glasklarer Bergbach fließt, ist idealer Ausgangspunkt zur Erkundung des Riesengebirges. Im westlichen Teil liegt der Erholungs- und Wintersportort Harrachow, auch bekannt durch die traditionelle Herstellung der berühmten böhmischen Glaswaren. Während der Besichtigung der Glashütte konnten wir die komplette Herstellung der Glaswaren bis hin zur Verzierung des Glases verfolgen. In Hohenelbe stehen noch viele der schönen historischen Holzhäuser und im Museum ist eine umfangreiche natur- und kulturgeschichtliche Sammlung des Riesengebirges zu besichtigen. Im polnischen Teil des Riesengebirges besuchten wir zunächst Hirschberg. In einem Laubengang kann man um den gesamten Marktplatz wandeln. Der barocke Prunk ist in ihrer Größe der Gnadenkirche angemessen, ungewöhnlich der Standort der Orgel: sie thront direkt über dem Altar. Die Kirche Wang bei Krummhübel ist das bekannteste Baudenkmal im schlesischen Riesengebirge, ein bezauberndes Zeugnis skandinavischer Holzbaukunst im romanischen Stil. Besonders wertvoll sind die Schnitzereien an den Kapiteln und Portalen. Die Schneekoppe, 1602m, der Berg der Polen und Tschechen, denn über seine kahle Kuppe verläuft die Grenze. Während der Auffahrt mit der Seilbahn genoss man einen herrlichen Panoramablick auf die umliegende Bergwelt des Riesengebirges. Ein Besuch der Stadt Trautenau mit seinem bekannten Rübezahlbrunnen rundete unseren Aufenthalt ab. Es war eine eindrucksvolle Reise, die den Teilnehmern in bleibender Erinnerung sein wird. Zur Erinnerung gibt es Bilder in unserer Bildergalerie zu sehen.

Vom Gebirge ans Meer: fürs nächste Jahr ist eine Fahrt nach Nordfriesland vorgesehen.

(gs)

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