Heigenbrücken im Spessart

Ein besonderes Wandererlebnis mit dem Schwäbischen Albverein, Roigheim.

An einem Freitag im September machten sich 27 fröhliche Wanderer auf den Weg nach Heigenbrücken im Spessart, um dort das gemeinsame Wanderwochenende zu verbringen. Unser Gasthof war idyllisch gelegen und gefiel uns auf Anhieb. Nach dem Mittagessen machten wir uns am Freitag auf zu einer kleinen Wanderung vorbei an Seen, herrlichen Wiesen und tollen Ausblicken. Ab und zu machten wir eine kleine Pause, um uns auszuruhen und die Aussicht zu genießen. Wir fragten uns, wie lange es noch bis zum Kaffeetrinken dauert. Richard wusste es ganz genau, wir sind gleich da! Es gab Kuchen und Kaffee, so ließen wir den Nachmittag ausklingen. Den ersten Abend beschlossen wir in fröhlicher Runde, unter freiem Himmel. Am nächsten Morgen um halb zehn versammelten sich 25 lustige Wanderer um Wolfgang und Hanni auf dem Hotelparkplatz, um erste Instruktionen und Verhaltensgrundsätze entgegen zu nehmen,  die während der Tour zu beachten und einzuhalten sind. Jeder ist für seine  Wasserversorgung zuständig, unterwegs ist nicht mit einer Tankstelle zu rechnen und Alkohol ist während des Marsches strengstens untersagt. Die Gruppen teilten sich nun in die „Weitwanderer“ und die „Genussgeher“ auf. Alle folgten fröhlich den Wanderführern zu ihrer Tour. Die Weitwanderer kraxelten engagiert, zum Teil schnaufend, den ersten Anstieg in einen dichten Mischwald hinauf zur ersten Zwischenebene. Nach einer knappen Stunde erreichten sie eine Waldlichtung, die Richtung Süden offen war und ihnen einen herrlichen Ausblick bescherte. Eine kleine Aussichtsplattform nutze Monika als Kanzel und sprach ein paar liebe Worte an die Gemeinde, schließlich ist morgen Sonntag und um diese Zeit sitzen wir sonst in der Kirche. Das Aschaffenburger Hinterland bis zum Odenwald breitete sich wellig und sanft geschwungen zu unseren Füßen aus. Wir unterbrachen an dieser schönen Waldlichtung unseren Marsch und schmeckten uns langsam an die Flaschenpost heran, die aus irgendeinem Rucksack purzelte. So gestärkt setzten wir die Wanderung fort, hinein in einen herrlich frischen Mischwald. Pilze links und rechts des Weges sorgten für unterhaltsame Gespräche. Gut vorbereitet führte uns der Wanderführer Wolfgang zu einer kleinen Lichtung mitten im Wald, wo die Waldarbeiter sich eine gemütliche Bleibe geschaffen hatten. Ein großer Tisch aus massivem Holz und die passenden Bänke drum herum luden zum Verweilen ein. Manche zogen ihre belegten Brote aus dem Säckel und vesperten das Mitgebrachte, manche begnügten sich mit etwas Obst. Ein Wassertank und Handwaschcreme standen auf einem kleinen Tischchen – so konnte jeder frisch und sauber das Mitgebrachte zubereiten. Zum Start reichten die Rucksackträger noch einen Schluck aus der Flaschenpost. Dies gab genug Kraft, um den Schildern „Engländer“ zu folgen. Erneut ging es durch dichten Wald. Zwischendurch folgten wir einem Holzweg, da wegen Baumfällarbeiten screenshot306ein Steig gesperrt war. Das Ziel war nun doch eine Überraschung. Hinter dem Engländer verbarg sich eine bewirtschaftete Hütte, deren Angebote wir gerne angenommen haben. Ein frisches Bier zur rechten Zeit, sorgt für Spaß und Heiterkeit. Dort hätten wir den Rest des Tages vollends verbringen können. Die Genussgeher liefen den „Glücksweg“ entlang, vorbei an einem schönen See mit einer vielfältigen Tier und Pflanzenwelt, einem Biberbau und einem wunderschönen Tierpark. Hier konnte man verweilen. Ein Besuch bei der „Großen Grotte“ sowie eine Wassertretanlage zur Abkühlung unserer verschwitzten Füße rundeten den Wandertag ab. Für alle Teilnehmer war es eine gelungene Wanderung mit schönen Erlebnissen. Am Sonntag unternahmen wir einen Ausflug nach Lohr am Main und besichtigten dort das Märchenschloss von Schneewittchen. Wir sahen den Spiegel, der die Leute klein und dick oder lang und dürr machte. Im Spessart- Museum erfuhren wir viel über Kultur, Geschichte und Natur dieser schönen Mittelgebirgslandschaft.

Es war ein gelungenes Wanderwochenende, wir freuen uns schon auf nächstes Jahr. Die Wanderer kamen aus allen Richtungen, von Geisenfeld in Bayern, Stuttgart,  Weilheim/Teck, Bad Boll, Pirmasens, Sennfeld, Ruchsen, Möckmühl und Roigheim.

Text und Fotos: Karlo Klingenfuß und Hannelore Strobel

 

Ein Gedanke zu „Heigenbrücken im Spessart

  1. Vielen dank für die tolle Informationen. Mein Mann und ich gehen gerne wandern und suchen einen schönen Wanderweg den wir zur zweit Problem los überqueren können. Danke für den Tipp.

    Gruß Karin

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